Altersarmut wächst

Die von Rot-Grün über Schwarz-Rot bis Schwarz-Gelb durchgesetzten Dämpfungs- und Kürzungsfaktoren bis hin zur Rente ab 67 haben im Zusammenhang mit der massiven Ausweitung des Niedriglohnsektors die gesetzliche Rente ihrer wichtigsten Funktion beraubt: Sie schützt nicht mehr vor Altersarmut und wird mehr und mehr zur Hungerrente degradiert. Die Sicherung des Lebesstandard im Alter wurde von Union, SPD, FDP und Grüne durch die Rentenreformen, ganz besonders die Riesterreform, in der gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten >weggekürzt.
Immer mehr Rentner kommen nur mit einem Nebenjob finanziell über die Runden. 2010 seien rund 660.000 Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren nebenher einer geringfügigen Beschäftigung nachgegangen. Im Jahr 2000 habe die Zahl noch 416.000 betragen. Dies gehe aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervor. Die Zahl von Rentnern mit Nebenjobs habe um 58,6 Prozent zugenommen. 400.000 Alte über 65 Jahren erhielten 2009 die Grundsicherung im Alter, 55 Prozent mehr als 2003.

Der Linken-Abgeordnete Matthias Birkwald, der eine kleine Anfrage zu dem Thema an die Bundesregierung gestellt hatte, sagte der FAZ:
„Ruhestand war gestern, malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern.“ Gering bezahlte Arbeit führe direkt in die Altersarmut.

.

Veröffentlicht in der Kategorie Allgemein.

1 Kommentar zu Altersarmut wächst

  1. Silvia schreibt:

    Jetzt wird der Mindestlohn ja schon einmal eingeführt, aber das sollte nicht das Ende der Veränderung sein. Hier muss sich noch einiges mehr ändern und man kann nur hoffen, dass das Thema jetzt nicht damit wieder an die Seite geschoben wird, denn die Altersarmut muss bekämpft werden und geht uns letztendich alle an.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>